Meinung

Portäts-Bernd 015

Persönliche Statements!

1) Zur unsäglichen Diskussion um die Bundeshymne:

Danke, lieber Helmut,

zumindest wird hoffentlich klar gestellt werden, dass in liberalen Rechtstaaten die von Politbüroktaten verfassten Zwangsumschreibungen von urheberrechtlich geschützter Literatur die reaktionäre Untat ist – und nicht die Ablehnung der Sistierung jedweden Mindeststandars durch Brechen des Unrheberrechts.

Die von den Krakeelern gewählte Verknüpfung solch kunst- und gesetzesfeindlicher Brutalowiderlichkeiten mit angeblich frauenförderndem Anspruch ist eine Verunglimpfung einer fairen Frauenemanzipation in Würde und geistiger Perspektive.

Es ist analog und maßlos unverschämt-anmaßend, zugunsten des angeblich „Reinen“ und des gesellschaftlichen „Fortschritts“ Gesetze zu brechen und Dichtung zu misshandeln/zu verändern. Das mit dem „Reinen“ und dem „Fortschritt“ haben die Rassisten so behauptet, das haben die Stalinisten so behauptet, das hat jede verbrecherische Wahndiktatur so behauptet.

Die Verunglimpfung jener Aufrechten, die sich dagegen wehren, durch die weitere Umdrehung aller Werte, als Reaktionäre ist nichts als die berüchtigte „haltet den Dieb“-Methode kleiner Gauner und Strauchdiebe, über die erfahren-anständige Richter höchstens müde lächeln – und die Täter strenger verdonnern.

mlG
Bernd

Am 16.07.2014 23:27, schrieb Helmuth A. Niederle, Präsident des P.E.N.-Clubs Österreich:

Lieber Bernd,
herzlichen Dank für Deine Zusendung. Wir haben heute in der PEN-Vorstandssitzung beschlossen, im Herbst eine Diskussionsrund über das „Gendern“ durchzuführen. Wir erwarten natürlich kein Ergebnis, doch die Argumente wollten wir wenigstens einmal laut und vernehmlich hören.
Mit liebem Gruß
Helmuth
On Wednesday, July 16, 2014 11:23 PM, Dr. Bernd Gallob <bernd.gallob@gallob.name> wrote an den STANDARD:
Eine „Stammtischdebatt“ führen Leute Ihresgleichen, Herr Schüller.

In entwickelten liberalen Demokratien wird urheberrechtlich geschützte Literatur nicht gegen den Willen der Urheberrechtinhaberin (Koschka Hetzer) durch Politruks umgeschrieben und per Gesetz verkündet. Auch nicht von weiblichen.

Solches geschah in Hitlers/Stalins/Ceaucescus Wahnsystemen.
Wie auch die Urheberechtsinhaberin, Frau Koschka Hetzer, eine „alte“ Linke,  festgestellt hat.
Nichts spricht gegen eine neue Hymne, alles in Rechtsstaaten gegen die gewählte Art der Politruk-Literaturverkündung als  gesetzwidrigen Eingriff per Gesetz. Es ist eine Schande, wie Leute Ihresgleichen die Misshandlung des Rechtsstaates und der Kunstfreiheit umdrehen.
Ihr seid die Apologeten der reaktionären Literaturverfälscher.
Verfälscher der historischen Korrektheit.
Im Ungeist der erwähnten Systeme.
mgA
Bernd Gallob

 

OTS-Mailabo
Innenpolitik/Politik/Pressestimmen/Vorausmeldung/Medien
2014-07-16 / 19:00:31 / Der Standard

DER STANDARD – Kommentar: „Unnötige I-Tüpferl-Streiterei“ von Rainer Schüller

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Utl.: Die sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern
      braucht keine Norm. (Ausgabe vom 17.7.2014) =

Wien (OTS) - Man nehme: Vier Männer, bestenfalls mit honorigen
Titeln, und eine Frau (für die Quote), die alle ein Problem mit der
"sprachlichen Gleichbehandlung" haben. Diese verfassen einen offenen
Brief, der in Zeiten der Gabalier-Stammtischdebatte um die
Bundeshymne locker 800 teilweise prominente Unterstützer und
Unterstützerinnen findet, und schickt diesen an die Frauenministerin
und den Wissenschaftsminister. Dazu kommt noch ein wenig Support
durch Boulevardmedien, und fertig ist das Sommerlochthema, dem sich
auch die Politik nicht mehr entziehen kann.
Binnen-I oder nicht? Das ist eine ?gewiss schwierige Frage. Beim 
Standard haben wir uns nach längerer Diskussion darauf verständigt,
dass wir versuchen, im Sinne der besseren Lesbarkeit so weit wie
möglich die männliche und weibliche Form zu verwenden. Ausnahme ist 
dieStandard.at, wo das Binnen-I bewusst eingesetzt wird. 
Es gab und gibt aber redaktionsintern auch immer wieder Stimmen, die
mit dieser Lösung nicht glücklich sind. Zuletzt wurde angeregt, dass
wir nur die weibliche Form einsetzen sollten, um ein Zeichen zu
setzen. Also in etwa so: "Wissenschaftsministerin Mitterlehner hält
sich mit einer Stellungnahme zurück." Das würde sicherlich für
Aufmerksamkeit sorgen, wäre aber wohl auch nicht die perfekte Lösung.
Umgekehrt passieren aber auch bei der Verwendung der männlichen Form
immer wieder Fehler, wenn es um Berufe geht, die fast ausschließlich
von Frauen ausgeübt werden (etwa Kindergartenpädagogen - diese sind
allerdings zu 99 Prozent Pädagoginnen). Auch Lehrerinnen werden noch
viel zu oft als Lehrer klassifiziert.
Damit sind wir beim Kern der Sache: Die perfekte Lösung gibt es
(noch) nicht. Jede hat ihre Vor- und Nachteile. Das muss aber noch
lange nicht bedeuten, dass man das Binnen-I gleich abschaffen muss,
wie es die Frauensprecherinnen von ÖVP, FPÖ und Team Stronach
fordern. Ein Verbot würde ohnehin daran scheitern, dass es kein
Gesetz gibt, das es explizit vorschreibt. 
Gerade die aktuelle Debatte zeigt, wie wirkungsvoll dieses I ist. Es
treibt die Gegner fast zur Weißglut und sorgt somit für erhöhte
Aufmerksamkeit für das Thema Gendergerechtigkeit. Es ist also
verwunderlich, dass sich politische Frauenvertreterinnen für die
Abschaffung eines eigentlich sehr erfolgreichen Mittels einsetzen.
Wie das Thema abgehandelt wird, zeigt auch, wie schwer sich das Land
noch immer mit der Gleichberechtigung tut. Sobald die Materie ein
wenig komplexer wird, schreit man sofort nach Verboten und will über
das Austrian Standards Institute neue Normen schaffen. 
Und was ist der nächste Schritt? Will man die Kleinschreibung bei
Texten der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin Elfriede
Jelinek auch gleich verschlimmbessern? Oder die Gedichte von Ernst
Jandl? Ein normiertes "Schützengraben" statt des originalen
"schtzngrmm"?
Es wäre ein grundlegender Feh?ler, sprachliche Kreativität
einzuschränken, wie Sprachwissenschafterin Claudia Posch im
Standard-Interview sagt. Sie meint auch, dass man Sprache
grundsätzlich nicht ästhetisch bewerten sollte und dass sie einem
ständigen Wandel unterworfen ist. 
Eine Norm, die die Möglichkeit des Binnen-Is einschränken würde, wäre
ein Rückschritt bei der Gleichbehandlung von Frauen und Männern. 

~
Rückfragehinweis:
   Der Standard, Tel.: (01) 531 70/445
~

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/449/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0153    2014-07-16/19:00

161900 Jul 14

2) Vom Fall Stephan Templ darf laut Gerichtsauflage der Brief an das Parlament nicht veröffentlicht werden

3) „Mein Kärnten“ ist (m)eine Auseinandersetzung mit diesem Bundsland und seinen Verwerfungen.

Schlagwort Titel Kurzfassung Langfassung Kommentare
 

 

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Eine kritische            Betrachtung                                

     Ein Essay - in der Fassung für das Slowenische Kulturinstitut- Wien                                                               

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